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SILS Cholezystektomie: Neuste Operationsmethode bei der Entfernung der Gallenblase

„Narbenlose” Chirurgie

In den letzten Jahren wurden operative Techniken und Instrumente entwickelt, die es erlauben, Schlüssellochoperationen nur noch über einen einzigen Schnitt, unsichtbar in der Tiefe des Nabels, durchzuführen. Spuren der Operation sind somit nahezu nicht mehr vorhanden. Hiermit wird das kosmetische Ergebnis der Operation noch einmal verbessert.

Grundsätzliche Anwendungsgebiete der SILS-Technik in der Chirurgie:

  • Gallenblasenentfernung
  • Blinddarmentfernung
  • Diagnostische Bauchspiegelung, Lösen von Verwachsungen
  • Operationen bei Sodbrennen
  • Darmresektionen

Seit einigen Monaten führen wir die Entfernung der Gallenblase durch einen einzigen ca. 1,5cm kleinen Hautschnitt im Nabelbereich durch. Es handelt sich um eine sog. SILS-Operation (=Single Incision Laparoscopic Surgery).  Durch eine speziell dafür angefertigte Hülse mit drei bis vier Öffnungen für unsere Kamera und die Arbeitsinstrumente ist es meistens problemlos möglich, die Gallenblase ohne zusätzliche Hautschnitte zu entfernen. Somit führt dies nach Beenden der Operation zu einer nicht sichtbaren Narbe.

Nach und nach sollen auch andere Operationen im Sana-Krankenhaus Hürth mit dieser Methode durchgeführt werden und damit die herkömmliche Laparoskopie abgelöst werden. Wir haben dazu modernste Geräte mit High-Definition-Kamerasonden und Monitoren, um die uns andere beneiden.

Positive Reaktionen. Die bisher operierten Patienten haben überaus positiv auf die neue Operationsmethode reagiert. Sie spüren so gut wie keine Schmerzen und der Schnitt im Bauchnabel fällt  nicht auf.

Gallenstein-Leiden

Der weitaus häufigste Grund für die Entfernung der Gallenblase sind Gallensteine. Das Gallensteinleiden ist ein häufiges Krankheitsbild, das, Beschwerden vorausgesetzt, i.d.R. chirurgisch angegangen werden muss. 

Symptome

Schmerzen im Bereiche des rechten Oberbauches sind eines der Leitsymptome. Diese treten oft  nach üppigen Mahlzeiten (Fett) auf. Es kann sich um einen Druckschmerz handeln, häufiger sind kolikartige (krampfartige) Schmerzen, die in Intervallen auftreten oder als Dauerschmerz imponieren. Nicht selten kommt es zu Übelkeit und Erbrechen. Schüttelfrost, Fieber und eine Gelbverfärbung der Haut oder der Augen (Gelbsucht = Ikterus) deuten auf zusätzliche Komplikationen hin (Stauung der Gallenwege, Gallenblasenentzündung u.a.) und bedürfen einer sofortigen ärztlichen Untersuchung.

Weshalb es Menschen gibt, die Gallensteine bilden und andere nicht, ist bis heute nicht genau geklärt.

Operation: ja oder nein?

Viele Menschen haben Gallensteine in ihrer Gallenblase, ohne dies zu wissen. Dies ist auch völlig  belanglos, da symptomlose Gallensteinträger auch nicht behandelt werden müssen. Bei komplikationslosen gelegentlichen Beschwerden genügt meistens eine Behandlung mit  Schmerzmedikamenten. Zusätzlich sollte man sich für einige Tage mit fettigen Speisen etwas zurückhalten. Dasselbe gilt für den Alkoholkonsum.

Es existieren Medikamente, die steinauflösend wirken können. Es ist jedoch bekannt, dass diese meistens nicht ausreichen und die Steine wieder auftreten, sobald man die Medikamente absetzt. Ausserdem können kalkhaltige Steine medikamentös nicht aufgelöst werden. Die Anwendung solcher Medikamente hat heutzutage kaum noch eine Berechtigung.

Bei Schmerzen, die medikamentös nicht mehr beherrschbar sind oder zusätzlichen Komplikationen, kommt man um eine Operation meistens nicht herum. Die Entfernung der Gallenblase ist die einzige Therapie, die gewährleistet, dass es zu keiner Steinbildung mehr kommt.

Laparoskopische Cholezystektomie

Heutzutage erfolgt die Gallenblasenoperation routinemäßig auf laparoskopischem Weg (mittels Bauchspiegelung). Die Operation besteht in der Entfernung der Gallenblase. Eine alleinige  Entfernung der Gallenblasensteine wird seit Jahrzehnten nicht mehr durchgeführt, da sich in der belassenen Gallenblase sofort wieder neue Steine bilden und das ganze Problem dann wieder von  vorne anfängt. Die Gallenblase wird deshalb entfernt, weil sie ursächlich am Gallensteinleiden beteiligt ist. Die Operation erfolgt in Narkose. Durch 3-4 zwischen 3-10mm große Hautschnitte wird die Gallenblase operativ entfernt. Der Eingriff dauert zwischen 20 - 40 Minuten. Meistens verlassen die Patienten das Krankenhaus bereits einen Tag nach der Operation und können (je nach körperlicher Belastung) nach 3-4 Tagen wieder arbeiten.

Leben ohne Gallenblase: Wie ist das möglich?

Weltweit werden jährlich mehrere Hunderttausend Gallenblasen entfernt. Es leben Millionen von  Menschen ohne Gallenblase. Die Gallenblase ist lediglich ein Reservoir für die in der Leber gebildeten Galle. Bei üppigen Mahlzeiten zieht sich die Gallenblase zusammen und befördert so  Galle in den Dünndarm, damit die Nahrung aufgeschlüsselt und verdaut werden kann. Wenn die Gallenblase fehlt, wird die Galle auf direktem Weg von der Leber in den Dünndarm befördert, sodass die Verdauung problemlos gewährleistet ist.

Quintessenz

Gallensteine sollten chirurgisch angegangen werden, wenn sie wiederholt Symptome verursachen,  die mit einfachen Mitteln nicht mehr behandelt werden können. Bei Komplikationen ist die Entfernung der Gallenblase praktisch immer indiziert.

Kontakt
Sana-Krankenhaus Hürth GmbH
Krankenhausstraße 42
50354 Hürth

Telefon: 02233 594-0
Telefax: 02233 594-357
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