Laparoskopische Darmchirurgie
Minimalinvasive Eingriffe sind seit einiger Zeit auch am Dickdarm möglich, wobei diese Verfahren technisch anspruchsvoll sind und eines erfahrenen Chirurgen bedürfen. Am Sana Krankenhaus Hürth werden laparoskopische Koloneingriffe seit Jahren in großer Anzahl ausgeführt, so dass ein entsprechend erfahrenes Team zur Verfügung steht. Hierbei sind sowohl gut- als auch bösartige Geschwülste sowie entzündliche Darmerkrankungen zu nennen. Vorteilhaft sind für den Patienten auch hier die kleineren Hautschnitte, die geringeren Schmerzen nach der Operation und die raschere Rekonvaleszenz.
Der häufigste Anlass zur laparoskopischen Kolonresektion stellt die wiederholt auftretende Entzündung von Divertikeln des Schleifendarms dar (Sigmadivertikulitis). Etwa vier bis sechs Wochen nach Abklingen der akuten Sigmadivertikulitis sollte nach dem zweiten Entzündungsschub die Operation im symptom- und entzündungsfreien Intervall durchgeführt werden. Insgesamt werden vier kleine Schnitte am Bauch angelegt, um dann unter Kamerasicht mit einem Ultraschallmesser sehr blutarm den Darm frei zu präparieren, Anschließend wird der Darm mit speziellen Klammernahtinstrumenten abgesetzt. Über einen ca. 6-7 cm langen Schnitt im linken Unterbauch wird der erkrankte Darmanteil entfernt. Danach werden die gesunden Enden unter Sicht der Kamera wieder miteinander verbunden. Auch endoskopisch nicht abtragbare Polypen sowie frühe Formen von Darmkrebs werden – dann allerdings nach den Radikalitätsprinzipien der onkologischen Chirurgie – so behandelt.
Genauso kann der sogenannte Rektumprolaps (Vorfall des Enddarmes) in dieser Technik behoben werden. Hierzu wird ein Teil der zu lang gewordenen Schleifen- und Enddarmes reseziert, eine neue Darmverbindung in oben genannter Weise hergestellt und der Enddarm am Kreuzbein fixiert, so dass kein neuerlicher Vorfall möglich ist (Resektionsrektopexie).
Aufgrund des Fast track Konzeptes ist die frühzeitige Nahrungswiederaufnahme und Mobilisation bei nahezu Schmerzfreiheit unter Periduralkatheter möglich. Das erlaubt den Patienten eine raschere Rehabilitation und damit auch frühere Entlassung ab dem 5. postoperativen Tag.



