Knie-Endoprothetik
Bei fortgeschrittener Arthrose des Kniegelenks wird Immer häufiger das Gelenk durch eine sogenannte Endoprothese, ein künstliches Kniegelenk ersetzt. Von wesentlicher Bedeutung für den Erfolg der Operation ist auch hier die Erfahrung des Operateurs. Die sorgfältige Korrektur der Weichteile (das sogenannte Weichteilbalancing) im Rahmen des Protheseneinbaus ist für die spätere Funktion überaus wichtig. Bei der Arthrose des Kniegelenkes (= Gonarthrose) liegen degenerative Gelenkknorpelveränderungen vor. Es kommt zu Veränderungen des Kapsel- und Bandapparates, der knöchernen Gelenkanteile und der Muskulatur, was oft Gelenkfehlstellungen und sichtbaren Verplumpung des Kniegelenkes zur Folge hat.
Um die knöchernen Veränderungen des Kniegelenkes genau zu erkennen, wird eine Röntgenuntersuchung durchgeführt und die Achsverhältnisse mit einer Röntgen-Ganzbein-Aufnahme geprüft. In einigen Fällen ist es erforderlich, weitere Untersuchungen zur Absicherung der Diagnose durchzuführen. Dazu gehören computergestützte, bildgebende Untersuchungen oder die Arthroskopie (Gelenkspiegelung). Je nach Schädigung des erkrankten Kniegelenkes ist unterschiedlicher Gelenksersatz möglich:
Nach der Knie-Operation
Bereits am ersten Tag nach der Knie-Operation wird der Patient aus dem Bett mobilisiert, eine kontinuierliche passive begleitende Behandlungen mit Hilfsmitteln, z.B. mit einer Motorschiene (continous passiv motion), unterstützen das individuelle Rehabilitationsprogramm. Am zweiten Tag werden die ersten Gehversuche unter Aufsicht des Physiotherapeuten unternommen. Das Treppensteigen beginnt individuell unterschiedlich ab dem 3. bis 5. Tag. Je früher mit einem gesundheitsfördernden Bewegungsprogramm begonnen wird, desto länger bleibt der Patient leistungsfähig und beweglich.
Nach 10 bis 12 Tagen kann der Patient aus der Behandlung in weitere stationäre oder ambulante Anschlussheilbehandlung (Rehabilitation) zur Festigung des Operationserfolges entlassen werden.
Die Haltbarkeit eines künstlichen Gelenkes hängt wesentlich davon ab, wie der Patient mit der Endoprothese umgeht. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre bietet der Ersatz des Kniegelenkes gute Erfolgsaussichten. Die durchschnittliche Haltbarkeit einer Prothese im Kniegelenk wird mit etwa 12 Jahren angegeben. Wie bei den Hüftendoprothesen ist eine Wechseloperation der Prothesenanteile komplett oder nur teilweise möglich.



