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Herzkatheter

Ursache für den überwiegenden Teil der Herzerkrankung ist heute die sogenannte koronare Herzerkrankung, das heißt, die Verengung der Herzkranzgefäße. Die Erkrankung lässt sich mit einfachen Untersuchungstechniken wie Ultraschall und Belastungs-EKG nur unzuverlässig erfassen. Deshalb wir häufig eine direkte Darstellung der Herzkranzgefäße in Form einer sogenannten Linksherzkatheteruntersuchung erforderlich, um die Ursache von Brustschmerz oder Atemnot eindeutig zu klären.

Dabei wird nach örtlicher Betäubung über die Leistenschlagader ein sogenannter Katheter (ein dünner, flexibler Kunststoffschlauch) eingeführt und bis zum Herzen vorgeschoben.

Durch Gabe kleiner Mengen Kontrastmittel können mit Hilfe eines Röntgengerätes die Herzkranzgefäße sichtbar gemacht werden. Dabei lässt sich insbesondere feststellen, ob Verengungen oder Verschlüsse der Gefäße vorliegen. Zusätzlich kann die linke Herzkammer dargestellt und damit die Funktion des Herzens beurteilt werden. Außerdem kann mit der Herzkatheteruntersuchung das Vorhandensein eines Herzklappenfehlers oder einer bluthochdruckbedingten Herzmuskelschädigung geklärt werden.

Engstellen und Verschlüsse werden mit dem Ballonkatheter aufgedehnt

Wird im Rahmen der Untersuchung eine bedeutsame Verengung der Herzkranzgefäße gefunden, kann diese anschließend mit Hilfe eines Ballonkatheters erweitert werden. Zusätzlich wird in der Regel ein sogenannter Stent  eingesetzt, um die aufgedehnte Engstelle offen zu halten.

Zuletzt wird der Katheter wieder aus der Leistenader entfernt und die verbleibende winzige Öffnung in der Ader entweder durch 10-minütige Kompression oder durch Verkleben verschlossen. Es schließt sich eine sechs- bis zwölf-stündige Nachbeobachtung mit Bettruhe an. Die gesamte Untersuchung ist für den Patienten völlig schmerzfrei.

Geringe Belastung für die Patienten

Mit der heutigen umfangreichen Erfahrung und dem perfektionierten Material ist die Herzkatheteruntersuchung ein Untersuchungs- und Behandlungsverfahren mit hohem Sicherheitsstandard, geringer Komplikationsrate und wenig Patientenbelastung. Die Kardiologen des Sana Krankenhauses führen mit dem Linksherzkatheter rund 1.500 Untersuchungen und Eingriffe pro Jahr durch.

Ist eine Ballonkatheterbehandlung nicht möglich, wird der Patient an eine Herzchirurgische Klinik zur Durchführung einer Bypass-Operation weitergeleitet. Herzklappenfehler müssen je nach Schweregrad ebenfalls operativ behoben werden.

Kontakt
Sana-Krankenhaus Hürth GmbH
Krankenhausstraße 42
50354 Hürth

Telefon: 02233 594-0
Telefax: 02233 594-357
Aktiv für Herz und Kreislauf
Sana Kliniken AG: Starkes Engagement für Aufklärungs- und Präventionsarbeit.