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18.09.2019, Hürth

Sana-Krankenhaus Hürth ist eine von elf deutschen Spezialkliniken

Neues Verfahren zur Behandlung von Bluthochdruck

Bluthochdruck ist eine der häufigsten und zugleich gefährlichsten Erkrankungen unserer Gesellschaft. Anhaltender Bluthochdruck bedeutet für das Herz-Kreislauf-System eine immense Belastung, denn er zwingt das Herz, schwerer als notwendig zu arbeiten und setzt die Gefäße einer ständigen Überbelastung aus. Laut der Deutschen Hochdruckliga leiden etwa 20 bis 30 Millionen Menschen in Deutschland, teilweise unbemerkt unter Bluthochdruck. Behandelt wird die Krankheit in der Regel durch eine Anpassung des Lebensstils oder medikamentös. Als eine von elf Spezialklinken deutschlandweit bietet das Sana-Krankenhaus Hürth jetzt ein alternatives, minimalinvasives Verfahren zur besseren Einstellung von Bluthochdruck an, die Renale Denervierung (RDN).

Dr. Torsten Schwalm ist Chefarzt der Klinik für Innere Medizin im Sana-Krankenhaus Hürth und zertifizierter Experte zur Behandlung von Bluthochdruck. Er misst dem neuen Verfahren eine hohe Bedeutung bei: „Die Folgen von Bluthochdruck sind schwerwiegend und lebensbedrohend. Es besteht die Gefahr von Folgeerkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder Nierenversagen. Werden zur Behandlung Medikamente eingesetzt, so erleben wir häufig, dass diese schlecht vertragen oder nur unregelmäßig eingenommen werden. Das Verfahren der renalen sympathischen Denervation ist eine erwiesenermaßen effektive Form, den Blutdruck, ganz unabhängig von Medikamenten, zu senken. Dies zeigen auch aktuelle Studien mit einer ganz neu entwickelten Technik.“

In der Aufrechterhaltung von hohem Blutdruck hat die Niere eine zentrale Bedeutung. Überaktive Nervenstränge rund um die Nierenarterien können zu einer erhöhten Bildung von blutdrucksteigernden Hormonen führen. Bei der RDN wird in lokaler Betäubung ein Katheter über die Leiste des Patienten in beide Nierenarterien eingeführt. Die überaktiven Nervenstränge werden mittels Radiofrequenz-Energie verödet und somit selektiv deaktiviert. Das Verfahren dauert etwa 30 bis 45 Minuten und bedingt einen ein- bis zweitägigen stationären Aufenthalt.

Das minimalinvasive Verfahren darf in Deutschland aktuell nur von wenigen, in dieser Methode bereits erfahrenen Katheterärzten durchgeführt werden. Die Kardiologie des  Sana-Krankenhauses Hürth gehört dazu. “Das Verfahren ist vor allem für Patienten interessant, die trotz Lebensstiländerung und der bloßen Einnahme von Medikamenten weiterhin hohe Blutdruckwerte haben. In den meisten Fällen erfährt der Patient eine spürbare Erniedrigung seines Blutdrucks und kann unter Umständen seine Medikamente reduzieren oder absetzen. Primäres Ziel der Behandlung ist aber eine gute Einstellung des Bluthochdrucks und damit die drastische Minderung der Risiken für Folgeerkrankungen.“

Informationen zu dem Verfahren erteilen Dr. Torsten Schwalm und sein Team unter der Telefonnummer 02233 594-336 oder jacqueline.steinhauer@sana.de.

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Pressekontakt:
Julia Colligs
Leitung Unternehmenskommunikation und Marketing
Tel. 02233 594-530
julia.colligs@sana.de